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Klima retten einfach gemacht.


Warum wird eigentlich ewig diskutiert? Warum werden Probleme nicht einfach gelöst? Besonders, wenn es um unsere Gesundheit und Zukunft geht. In der Tabakwerbung hat es doch auch funktioniert, warum nicht bei Dieselmotoren. Jedes Auto bekommt eine deutlich sichtbare Aufschrift: „Dieselabgase können Dein ungeborenes Kind töten“ oder „Stickoxide mindert Ihre Fruchtbarkeit“, oder „Diesel macht impotent“ oder einfach „Ich bin eine Umweltsau“. Werbung für Autos, die giftige Schadstoffe ausstoßen, wird gänzlich verboten. Die Kfz-Steuer für Verbrenner wird jährlich deutlich angehoben und auf den wirklichen Schadstoffausstoss bezogen. Ausgenommen sind nur E-Autos. Vorausgesetzt, sie werden nicht mit Strom aus Braunkohle geladen. Damit wäre erst einmal Ende der Debatte, ob es sinnvoller ist, Verbrennungsmotoren im Jahr 2030, 2035 oder erst 2040 zu verbieten.

Aber auch in anderen Bereichen des Lebens könnte diese simple Methode aus dem Tabakwesen zum intensiven Nachdenken anregen. An allen Baugrundstücken und auf alle Betonmischer wird geschrieben: „Versiegelung des Bodens kann zu Überschwemmungen führen“. Auf allen Baufahrzeugen steht in großen Lettern: „Die Beseitigung von Grünflächen verschlimmert den Klimawandel und macht Innenstädte unbewohnbar“ oder auch „Nachverdichtung kann zu Hitzestress für Menschen, Fauna und Flora führen“.

Sie lächeln jetzt und sind überzeugt, ich übertreibe wieder einmal maßlos. Es wäre beruhigend, wenn Sie Recht hätten. Aber die Fakten sprechen leider dagegen. Für das „Förderprogramm Klimaanpassung“ stellt die Stadt Frankfurt 10.000.000 € (in Worten: zehn Millionen) zur Verfügung, um mit Begrünungen von Fassaden und Dächern und mit Entsiegelung von Hinterhöfen die zunehmende Überwärmung in Wohnvierteln der Innenstadt zu lindern. Die Folgen der Überwärmung sind: „…Hitzestress für Menschen, Fauna und Flora“. Die Ursache für die Überwärmung ist ebenfalls bekannt. Nämlich Nachverdichtungen in Wohnquartieren und die Umwidmungen von Freiflächen zu Siedlungsgebieten. Sagt wer? Sagt der Magistrat der Stadt Frankfurt.

Jetzt fehlt nur noch jemand, der dem Frankfurter Magistrat verständlich erklärt, wie sinnlos es ist, mit zehn Millionen rund 100 Dächer, Hinterhöfe und Hausfassaden zu begrünen, um  die Überwärmung zu bekämpfen, die man mit der Versiegelung von 190 Hektar  Grünflächen im neu geplanten Stadtviertel zwischen Niederursel und Steinbach erst schafft.

Vielleicht schaffen es ja die von Vertreibung bedrohten Landwirte, wenn sie Schilder aufstellen: „Gesund essen oder kotzen? Ihr lokaler Landwirt“.  Denn immerhin werden auf den Flächen eine ganze Reihe hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte erzeugt. Und auch die 20.000 Menschen, die da einziehen, müssen irgendwann mal was essen.

Und was schreiben wir auf die Wahlurnen bei der nächsten Wahl? „Vorsicht und gut nachdenken: die Abgabe der Stimme kann zu ernsten Folgen oder Nebenwirkungen für Sie oder für Ihre Kinder führen“.



 

Mit nachdenklichen Grüßen
Helmut Seuffert

 

 

 

“...nun fehlt nur noch jemand, der  erklärt, wie sinnlos es sit, mit 10 Millionen Euro rund 100 Dächer, Hinterhöfe und Hausfassaden zu begrünen, um die Überwärmung zu bekämpfen, die man mit der Versiegelung von 190 Hektar Grünflache bei Niederursel erst schafft ....”