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Hilfe, sie ist ein Junge!.



Jetzt haben wir auch unsere Greta Thunberg. Nur sie ist ein Junge und hat statt Zöpfe blaue Haare. Als Kinofilm würde diese Story Millionen einspielen: Wenige Tage vor einer Wahl setzt ein junger blauhaariger Youtuber ein Video ins Internet, das sich landesweit blitzschnell verbreitet und das wahrscheinlich niemand jemals bis zur letzten der 55 Minuten angeschaut hat. Aber das ein Erdbeben der Stärke 9,8 auf der Politskala auslöst.  Dabei – Achtung - macht der bunte Blogger nichts anderes, als das, was 65 Millionen Wahlberechtigte in unserem Land gelegentlich mal tun sollten: Er vergleicht, was Parteien vor Wahlen versprechen, mit dem, was hinterher bei rauskommt, wenn sie dann wirklich regieren.

Das was folgt, erinnert ein bisschen an David und Goliat. Ein schmächtiger Jüngling erlegt einen riesigen Hünen mit einer simplen Steinschleuder. Treffer. Versenkt. Oder an Achilles, den altgriechischen unverwundbaren Gott mit der einzigen Schwachstelle im System – die gleichnamige Ferse. Hier erlegt ein blauer Jüngling eine ganze Volkspartei mit Fakten.

Was aber nun tun mit so einem blauäugigen Blogger mit der Internet-Schleuder in der Hand? Ihm einen gut bezahlten Job, einen Listenplatz für die nächste Wahl versprechen, damit der ab sofort brav die Klappe hält? Ihn zum Terroristen erklären? Als Hochverräter vor Gericht zerren? In die geschlossene Abteilung der Psychiatrie? Prüfen, ob er noch ganz dicht ist? Oder vielleicht gründlicher noch: gleich die Verfassung ändern? Kann denn  Meinungsfreiheit in Zeiten von Youtube überhaupt noch gelten, wenn die Meinung gegen eine Regierungspartei gerichtet ist? Vielleicht sollte man ja ein Wahrheitsministerium einführen, das Fake News aus dem Verkehr zieht und wahre Informationen und Meinungen zertifiziert. Ein Staatsfernsehen und Staatsinternet, das in den Nachrichten wirklich nur die amtlich korrekte Wahrheit sendet. Dann ist Schluss mit diesen dummen Nörglern, die alles besser wissen. Und wenn nicht, dann kann man sie immer noch nach „drüben“ schicken. Egal wo drüben ist. Oder ihnen die Staatsbürgerschaft entziehen. Aber Momentchen. Hatten wir das nicht schon mal?

Was würde Blaulocke Rezo an dieser Stelle sagen? „Ey Leute, kommt mal ein bisschen runter“.  Über alles Mögliche und Unmögliche wird panisch nachgedacht. Nur nicht über das Eine: Was ist, wenn Rezo Recht hat? Und mit ihm auch die zitierten Studien der Klimaexperten? Wenn dem Planeten Erde das verschmutze Wasser tatsächlich bis zum Halse steht?

Klimawandel, Stürme, Waldbrände, ansteigende Meeresspiegel, CO2, giftige Stickoxide, Glyphosphat, Plastikmüll im Meer, Artensterben, Bienentod. Das gibt es nicht erst seit neulich. Zu viele Glücksritter haben daran lange gut verdient und immer wieder die Nachricht in die Welt gesetzt, dass es so schlimm doch gar nicht sei. Jetzt ist das System Erde dabei, zu kippen. Wie guter Wein, der zu lange offen herumstand.

Deswegen war das Rezo-Video so wichtig. Es hat gezeigt, dass es auf die einfachen Menschen ankommt, diese Erde zu retten. Auf Sie und auf mich. Mit vielen kleinen Schritten die jeder von uns tun kann. Und wir warten besser nicht, bis es die Regierenden ausdiskutiert und kapiert haben. Es gibt viel zu tun. Fangen wir endlich mal an.



Mit nachdenklichen Grüßen


Helmut Seuffert

 

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...Ein schmächtiger Jüngling
erlegt einen riesigen Hünen mit einer Steinschleuder. Treffer.
Versenkt. ...
Hier erlegt ein blauer
Jüngling eine ganze Volkspartei mit Fakten....”